Tour durch das Altmühltal am 25.05.03
Morgens 8 Uhr... "Hossiana" singen....oha, das ist der falsche
Text...
Dann eben so: Himmel bedeckt, Sturm- und Gewitterwarnungen für
die Region. Unser Optimismus ist ungebrochen und wir fahren jetzt
erst recht.
Geht schon gut los:. Der OBI Parkplatz ist mal gleich mit Schranken
verbarrikadiert - schade OBI - eben keine Werbung mit Bild:-)
Gegen 10:15 gehts dann auf, Richtung Neuburg / Donau mit 4 Maschinen
und Sonne im Herzen, wo Wolken am Himmel. Über Straßen,
die Dir die Holledau wirklich nahe bringen. Klein, eng und einsam.:-))
Auf unserem Weg müssen wir zwei mal mit den Widrigkeiten von
Festivitäten und Streckensperrungen ringen. Irgendwie hatte
jedes zweite Dorf ein Fahnen-, Feuerwehr- oder sonstiges Fest, wodurch
auch die Kultur bei uns nicht zu kurz kommt.;-)
In der Nähe von Wemding fiel Chris dann ein, daß wir
uns ja einem Freund von ihm aufdrängen könnten. Also unangemeldet
vor seiner Tür aufgereiht und in sein verdutzes Gesicht geguckt:-)
Plausch gehalten, Schluck getrunken und weiter auf dem beschwerlichen
Weg in die 3 km entfernte Wirtschaft, denn schließlich war
es Mittag. Schnitzel gibt es beim Murr - sowas gibt es in München
so schnell nicht mehr und schon gar nicht zu dem Preis.-))
Vollgefuttert dann weiter nach Treuchtlingen, rein ins Altmühltal.
Ab hier kam uns dann eine Menge Chrom, Gummi, Alu und Stahl entgegen
und immer wieder den linken Arm raus - ist eben doch eine beliebte
Biker- Strecke.
Bei der Anfahrt auf Eichstätt hat uns Petra dann stehen lassen
- im wahrsten Sinne des Wortes. Wir pesen, was der Gummi hält
und Petra gemütlich hinter uns her und hat dann schon mal ihr
Plätzchen am Bahnhof aufgeschlagen, während wir noch verirrt
durch die Kurven huschen bzw. am Sargnagel nuckeln :-)) Fast hätten
wir uns verloren - aber es gibt ja Telefon :-) Dann den Rüssel
in den Tank gesteckt und weiter gehts. Noch immer kein Regen...
komisch, sollte es etwa halten?
Robert wußte in Dietfurt an der Altmühl dann ein Cafe
- das wurde unser Etappenziel.
Wer das Altmühltal kennt, weiß, wieso es so beliebt
ist. Kurven, Kurven und viel Natur, dazu immer wieder einige Burgen
und mittelalterliches Gemäuer. Ein sehr ansprechendes Panorama.
Da wir ein spritsparendes Tempo anschlagen, haben wir auch die Zeit,
es zu genießen.
Um 16.30 Uhr entschließen wir uns zur Umkehr, denn schließlich
müssen das Mädel und ihre Bodyguards wieder nach München
und der Himmel guckt schon verdächtig aus.
Kurz vor Ingolstadt ereilt dann Sascha ein geistiger und emotionaler
Orgasmus. Die Schallmauer seiner nagelneuen Fire Blade ist mit 1.000
km Laufleistung durchbrochen! D. h. ab jetzt könnte er - sofern
er es denn wollte - und glaubt mir, er wollte - das Moped voll ausdrehen.
Es kam dann auch eine Passage, die siehst Du sonst nur in australischen
Filmen - Bolzen gerade und ein Hügel nach dem anderen. Chris
siehts, winkt eben mal kurz und wech ist er der Sascha - mit abhebendem
Vorderrad :-))) Natürlich alles innerhalb der erlaubten Geschwindigkeit.
Wer was anderes behauptet, lügt. Das mußte, durfte und
sollte auch mal sein.
Wir sind als Gruppe gestartet, als Gruppe gefahren und kamen als
Gruppe an. In PAF, kurz eben noch einen kleinen Kaffee beim Chris
genippelt und hier trennt sich das Quartett.
Fazit: Trotz Wolken und Warnungen: Nicht ein Tropfen Regen. Angenehme
Temperatur und viel Spaß gehabt. Humorvolle und kameradschaftliche
Biker, die gut zusammen harmonieren. Die nächste Tour in 14
Tagen ist bereits gebucht - mal sehen, wie viele wir diesmal sind
und was uns erwartet.
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